Sie sind hier

Dorade

Dorade (Goldbrasse), Sparus aurata

 

Lebensraum

Doraden kommen vorwiegend in den Küstengebieten des Nordatlantik von den Britischen Inseln bis zum Senegal und des Mittelmeeres vor. Vereinzelt sind sie auch im Schwarzen Meer und der Nordsee anzutreffen. Die Dorade ist sehr tolerant gegenüber schwankenden Salzgehalten und besiedelt daher auch Ästuare oder Küstenlagunen.

Merkmale

Die Dorade ist silbergrau gefärbt. Charakteristisch sind die dunklen Flecken auf den Kiemendeckeln und das sichelförmige, goldene Band zwischen den Augen. Eine Dorade wird etwa 70 Zentimeter lang und ca. 2,5 Kilo schwer.

Aquakultur allgemein

In der Vergangenheit wurden Doraden typischerweise extensiv in Küstenlagunen und gezeitenbeeinflussten Teichen gezüchtet. Typische Beispiele sind die italienische „vallicoltura“ oder die ägyptische „hosha“. Diese Küstenlagunen wirken wie natürliche Fischfallen, in denen die im Frühjahr in die Küstengebiete migrierenden Jungfische eingeschlossen werden, um sie dann dort großzuziehen. In den 90er Jahren setzte die Industrialisierung der Produktion ein. Dies wurde möglich, indem Techniken für eine erfolgreiche künstliche Vermehrung erarbeitet wurden. Doraden werden heute hauptsächlich im Mittelmeerraum produziert. Produzenten sind in Griechenland, Türkei, Italien, Spanien, Kroatien, Ägypten, Marokko und Algerien. Die europäische Jahresproduktion schwankt derzeit um 100.000 Tonnen.

Doraden werden in verschiedenen Produktionssystemen produziert. Der größte Teil der Produktion kommt jedoch aus Netzkäfiganlagen. Des Weiteren werden weiterhin extensive und semi-intensive Küstenlagunen, landbasierte im Durchfluss betriebene Tanksysteme und Kreislaufsysteme für die Produktion genutzt.

Doraden erreichen unter guten Bedingungen innerhalb eines Jahres eine typische Marktgröße von 300-400g. Die Futterwertung liegt im Bereich von 1,3 kg Futter pro kg Fischzuwachs.

Aquakultur in Deutschland

Als typischer, Warmwasser adaptierter Meerwasserfisch ist die Produktion der Dorade ausschließlich in Kreislaufsystemen möglich.

Setzlinge

Die künstliche Vermehrung von Dorade ist gut entwickelt. Setzlinge sind ganzjährig verfügbar. In Europa existieren mehrere spezialisierte Brutanstalten mit langjähriger Erfahrung. Der Transport der Setzlinge ist erarbeitet und kann per Luftfracht bzw. Lkw erfolgen.

Futtermittel

Für die Dorade existieren eigens entwickelte Futtermittel verschiedenster Anbieter. Die Anforderungen an die Futtermittel können je nach Produktionssystem abweichen. Typischerweise gehört die  Dorade  zu den fettarmen Fischen. Demzufolge benötigt er Futtermittel mit einem hohen Proteingehalt (>40%) und geringen Fettanteil (>20%).

Vermarktung

Die Dorade wird typischerweise rund und ganz sowie ausgenommen mit Kopf vermarktet. Typische Handelsgrößen sind 300-400g und 400-600g. In der Gastronomie werden vor allem größere filetierfähige Fische mit einem Gewicht zwischen 600-800g bzw. >800g bevorzugt. 

Die Dorade wird gemeinhin als eine der schmackhafteste Brassen angesehen. Das Fleisch der Dorade ist sehr aromatisch und dabei weiß, fest und feinfaserig. Außerdem hat der Fisch wenige Gräten. Dorade eignet sich für alle Zubereitungsarten, man sollte jedoch mit Aromaten sparsam umgehen und das Eigenaroma wirken lassen.

Weiterführende Informationen

FAO Cultured Aquatic Species Information,

www.fao.org/fishery/culturedspecies/Sparus_aurata/en

FAO Species Fact Sheet,

www.fao.org/fishery/species/2384/en

FishBase Species Summary,

http://www.fishbase.org/summary/Sparus-aurata.html

 

Produzenten im Bundesverband Aquakultur

Meeresfischzucht Völklingen GmbH

Hohenzollernstraße 10

66333 Völklingen

www.sw-vk.de/gav/fischzucht/index.html

Bilder

 

AnhangGröße
PDF icon Dorade, Sparus aurata, Druckversion534.87 KB