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Fisch im Industriegebiet

21.03.2016

Deutsche Haushalte konsumierten im Jahr 2014 Fisch und Krustentiere im Gesamtwert von über 3,5 Mrd. €, Tendenz steigend. Auch bei diesen Lebensmitteln fragen Verbraucher vermehrt nach Nachhaltigkeit und regionaler Erzeugung. Die Nachfrage nach Produkten aus heimischer Herstellung kann aber bei Weitem nicht gedeckt werden. Durch Aquakultur, d.h. Erzeugung von Fisch und Krustentieren in geschlossenen Kreislaufanlagen, kann der regionale Eigenversorgungsgrad gestärkt werden. Diese Form der Aquakultur verwendet technische Anlagen für die Produktion, findet in geschlossenen Gebäuden statt und kann ohne direkten Zugang zum Meer oder anderen Gewässern betrieben werden. Sauberes Wasser und nachhaltige Energiequellen, insbesondere auch Wärme, sind für den wirtschaftlichen Betrieb ausschlaggebend.

Im Rahmen einer durch die Förderfonds der Metropolregion Hamburg geförderten Konzeptstudie wurde geprüft, welche Synergien bei der Ansiedlung von Aquakulturen in einem Industriepark sinnvoll genutzt werden können. Dabei wurden sowohl die Bereitstellung von industrieller Abwärme und Industriestrom bewertet, als auch weitere Synergien entlang der supply chain (Fachkräfte, Logistik, Handel, usw.) untersucht. Das Ergebnis ist die bis dato wohl detaillierteste öffentlich zugängliche Studie dieser Art, die an Hand konkreter technischer Rahmendaten und an einem realen Standort in der Metropolregion Hamburg durchgeführt wurde.