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Algen als Verpackungsmittelrohstoff

Blasentang ©Yvonne Rößner
16.03.2018

Wann haben Sie sich das letzte Mal über Müll in der Umwelt geärgert? Wann haben Sie das letzte Mal darüber gelesen, gehört oder darüber diskutiert?

Tatsächlich ist auch hierzulande seit Jahren immer mehr Müll in der Natur zu finden. In der Schlei wird derzeit das Vorkommen von Plastik in öffentlichen Ämtern, Umweltverbänden und Medien diskutiert. Für die Verschmutzung des idyllischen Ostseefjords soll ein Schuldiger gefunden werden und so wird der „schwarze Plastik-Peter“ von einem zum anderen geschoben.

Fakt ist aber, dass wir ALLE dazu beitragen, dass unsere Natur zumüllt. Der Verpackungsmüll, für den wir jede Verantwortung abgeben, wenn wir ihn im Gelben Sack, der Mülltonne oder sonst wo entsorgen macht einen Großteil davon aus. Zeit sich mal an die eigene Nase zu fassen!

Wie verpacken Sie eigentlich Ihre Ware? Haben Sie schon mal daran gedacht weniger Plastik in Ihrem Betrieb zu verwenden?

Fast Food, Coffee to go und andere Errungenschaften der Neuzeit sind aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken. Deshalb ist es umso wichtiger auf biologisch abbaubare Verpackungsmaterialien zurückzugreifen.

Gibt es diese denn überhaupt?

Im Forschungsprojekt Mak-Pak wollen die Hochschule Bremerhaven, das AWI und Nordsee nachhaltig produzierte, entsorgbare und/oder essbare Verpackungslösungen für Lebensmittel entwickeln. Verpackungen sollen ausschließlich aus marinen, spezifischen Makroalgen-Rohstoffen zur Reststoffverwertung bestehen.

Das Projekt hat gerade begonnen und noch ist alles offen. Fragen welche Algen geeignet sind und woher diese stammen sollen sind noch nicht geklärt. Man darf gespannt bleiben.

Mehr zum Projekt finden Sie hier: Mak-Pak